NEU seit 01.01.2016

Die Immobilienertragssteuer wurde von 25 % auf 30 % angehoben, wodurch es auch bei Altfällen zu einer Steigerung der effektiven Steuerbelastung von 3,5 % auf 4,2 % kommt.  

  •     Bei Immobilienveräußerungen darf künftig kein Inflationsabschlag (2 % ab dem 11. Jahr, höchstens jedoch 50 % des Gewinnes) mehr berücksichtigt werden.  
  •     Veräußerungsverluste können i.H.v. 60% mit laufenden Einkünften aus V&V verrechnet-  oder
  •     auf Antrag auf 15 Jahre verteilt werden (Antrag bis 7 Jahre nach Verlustentstehung möglich

 

 

 

Allgemeininformationen zur Immobilienertragsteuer


Die Spekulationsfrist von grundsätzlich zehn Jahren (in diesem Zusammenhang wird oft fälschlicherweise von einer Spekulationssteuer im Sinne einer eigenen Steuer gesprochen) wurde abgeschafft. Daher unterliegen ab 1. April 2012 grundsätzlich sämtliche Gewinne aus der Veräußerung von Grundstücken der Immobilienertragssteuer und wird mit 30%.

Als Grundstücke gelten

  •     Grund und Boden,
  •     Gebäude und
  •     grundstücksgleiche Rechte (z.B. Baurechte).

 

Auch Eigentumswohnungen fallen unter den Grundstücksbegriff.

Die bisherige zehnjährige Spekulationsfrist hat aber noch insofern Bedeutung, als für "Alt-Grundstücke", das sind die meisten vor dem 31. März 2002 angeschafften Grundstücke, normalerweise nur eine moderater Steuersatz von 3,5 Prozent des Veräußerungserlöses anfällt. Dies entspricht der Steuerbelastung der Käuferin/des Käufers mit Grunderwerbsteuer.

Von der Immobilienertragsteuer erfasst sind nur entgeltliche Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgänge. Nicht steuerrelevant ist grundsätzlich die unentgeltliche Übertragung einer Liegenschaft, da es hier keinen Verkaufserlös in Form einer Gegenleistung gibt und somit kein Veräußerungsgewinn entsteht. Daher fällt bei Schenkungen und Erbschaften keine Immobilienertragsteuer an.

Von der Besteuerung ausgenommen bleiben weiterhin insbesondere der Hauptwohnsitz der Veräußererin/des Veräußerers sowie selbst hergestellte Gebäude.